Freitag, 24. Dezember 2010

Christmas 2010

Leipzig

There stands alone a merry-go-round.
A blue dressed fairy invites me to stay,
Nobody's there for my money to count,
The night's still icy and wintry white-gray.

I choose a lion to be my safe seat,
I grasp the mane, try to hold him a while,
He runs through forest, doesn't care my hearts beat,
We fly through bushes, jump up to dark sky.

He roars and fights, tries to throw me down.
He turns to left, then up and wildly around.
Bearded man on moon sends us back to town,
I find myself there on my lion unwound.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

White Christmas


White snow's all up in the sky.
I'll embrace my friends at sun.
At night I said a last Good Bye.

After a year is gone again,
Cold snowflakes draw still faces.
Old anger, sadness, lasting pain
Melt like white flakes on my now loving brain.

My hat's quite wet under the dance.
My feet draw wide white circles,
My arms wide open to receive a new chance,
My heart that feels a deeply meant
Thanks.

Montag, 23. August 2010

Prima Ballerina


The lovers dance
An half year ago
Showed you my heart, my hat, my care.
The lovers ballet
You’ve never seen
Seems to be the weight,
We today bear.

The words I used brought you to cry.
You’ve never seen me dance.
No words to find
That prove my red shoes.
No words to safe us from
Defense.

I’d danced for you
Eight months ago
To make you touch my eyes.
I’d danced for you
Used water and wine
To open my heart
By love,
So wise.

Easter


My love to give
My heart to share
The steps go easy and free
To see you smile
Don’t hide your soul
Is all I started to care.


*It's a nice one, isn't?

No Written Love Song


It seemed to me all words were said
All melodies sung
All rhymes made up.
All composers wrote their notes
Filled with love and soft beats.

Music made us dance and laugh and smile
Music made us cry and fight and hide.
Your music filled my heart and lungs and voice.
Our music already said everything
- no words were left for any new choice.

It seemed to me no lyrics were left
To say what I feel and sing.
It seemed to me, no picture I’d painted
Would answer on your offered ring.

So I said, I love and trust and care,
Sung, I miss and need and want
Used the words they’ve already written
The melodies they’ve sung
To promise I’ll wait
To promise I’ll be there.

A door slams loud
Didn’t see your face
Heard your pain, the tears we loudly shared
The door hits hard
My melodies were wrong
My words too old - as a history long.

Couldn’t see your face
Didn’t hold your hand
To make you feel the words I felt were new
Couldn’t read your eyes
Your hand’s not in mine
So the words and melodies
Of course
Just were
What you already knew.



*A highly fever desperate state...

Marie


Und so halte ich deine sterbende Hand
Du weinst - mein Schreien in der Ruh zu still
Die Zeit verlässt uns wie all zu feiner Sand
Dich ewig halten ist, was das Kind in mir will.

Mein Herz so nah bei dir
Unser Bild macht mir nur Angst
Das Kind mit seiner naiven Gier
Dieses Leiden ist, was du bangst.

Nehm' dir Leid, schenk dir Zeit
Nehm' dir Sorgen, werd dir mein Lachen borgen
Nehm' dir Schmerz, lass dir mein junges Herz.

Dein Herz so nah bei mir
Deine Liebe ehrlich und wahr
Die Wärme im unser, uns und wir
Scheint in jedem Gedanken an dich ganz klar.


Es tut weh - du bist nicht mehr da
Mein Kummer zerreist mir die Zeit
Die Versprechen an dich sind mir ewig klar
Bin ohne dich nur nicht bereit.

Nehm meinen Kummer, werd' dadurch nur dummer
Nehm mir den Schmerz, lass Freude in mein Herz
Lass mich doch leben, will Stolz und Liebe weitergeben.

Wer kann geben - ohne dich an mich?
Wer kann schenken - ohne sich an einer Lüge zu verrenken?
Wer mag mich haben - mit Haar und Haut - meiner Seele so laut?
Wer kann so lieben - wie du mich und so ich dich?



*Gewidmet meiner Großmutter.

(Ver-)antwortung


Schüttel, Träume, Falle.
Das Bett kreischt, bevor es bricht.
Rosen,
Dornen,
Brunnen,
Knaben,
Schnee,
kein Klee.

Kämmen, Locken, Bälle.
Die Wiege schreit, bevor sie schläft.
Laden,
Hose,
Haarreif,
Knaben,
Sonne,
keine Wonne.

Krätzen, Rätseln, Singen.
Die Stille hört, bevor sie tanzt.
Hände,
Jacken,
Berge,
Felder,
Wind,
kein Kind.

Explanatarium


Kommen Sie herein!
Schauen Sie sich um!
Nehmen Sie, was gerad‘ gefällt!
Und stellen Sie Fragen!
Fordern Sie unser Denken!
Denn dafür sind wir da.

Ja, gerne zeigen wir Ihnen dies!
Ach, und fragen Sie uns doch auch nach das!
Haben Sie gesehen solch?
Wollen Sie mal halten jenes?

Ach, kommen Sie doch links herum!
Nicht stehen bleiben, gehen!
Dann einmal rechts hier, schaun‘ Sie doch!
Ja, ich meine in das kleine helle Loch.

Nach rechts, da kommt das Vögelein
- Schön lächeln! Strecken Sie doch mal das Bein!
Dann gerade zu finden Sie die Bilder hängen.
Schön dran bleiben, sich hier bloß nicht verrennen!

Ja, und zum Ende hier viel Dank an Sie!
Wollt’ sehr, Sie könnt bleiben,
Doch nun ist’s Zeit für’s Feierabend-Bier.
Ja, und viel Dank für’s Bohren und auch Klatschen!
Nehmen Sie den Schirm, die Stiefel,
Dann können Sie im Regen wild planschen.

Kein Reim


Du denkst laut
- ich lausche
- ich schüttel still meinen Kopf
- nicke dann doch.
Liege hier liebend in meinem Loch.

Du weinst heiß
- ich weine auch
- verstehe
- nicke dann doch.
Bleibe hier liebend auf meinem Loch.

Du reist ab
- ich schreie vor Wut ganz blau
- schreibe
- nicke dann doch

Tanzen lernen


Du bist der beste Tänzer!
Schnell drehen sich deine Pirouetten.
Schnell greift deine weiche Hand
Hin, wo ich längst nicht mehr stand.

Du bist der beste Tänzer!
Deine Füße springen,
Dein Kopf nickt,
Dann streckst du dich,
Wunderst – siehst mich dort nicht.

Du bist der beste Tänzer!
Musik dröhnt laut und taktreich.
Der Bass fährt rasend durch deine Beine.
Es singt, du willst die nur Eine
- meine Ohren taub -
Du kannst nur finden die Keine.

Du bist der beste Tänzer!
Drum stolper, spring‘ und kreise.
Du bist der beste Tänzer!
Wechsel die Schule,
Deine hat zu hohe Preise.

Liegen lernen


Als ich lag, da blieb ich liegen.
Kein Mund, kein Arm, um mich darin zu wiegen.
Als ich lag, der Boden an mir so nah,
Wurd‘ ich durch meine Tränen der Sache gewahr.

Lesen lernen


Meine Texte lachen nicht.
Der Mund bewegt sich nicht gen Sonne.
Meine Texte schrei‘n ganz laut.
Die Ohren taub – der Rauch ist blau.

Meine Texte versteht ihr nicht.
War’n geschrieben ohne Sinn und Ziel.
Meine Texte lügen ganz viel
- nur erzählte Geschichten in einem Gedicht.

Doch meine Texte sagen dir was?
Du liest und lauschst?
Schickst mir noch meer an Blumen?
Doch meine Texte reden so sehr?
Doch was du verstehst hat keine Garantie,
bleibt ohne Gewähr.

Menschheit


(Arbeitstitel: Du feige Sau)

Du dummer, dummer Mensch
Glaubst zu viel,
anstatt zu sehen.
Deine Augen regnen.
Deine Ohren lauschen.
Deine Münder schweigen.

Du dummer, dummer Mensch
Glaubst zu sehr,
anstatt zu fühlen.
Deine Hände verschränkt.
Deine Wege verschenkt.
Dein Rücken liegt krumm.

Du dummer, dummer Mensch
Glaubst zu fest,
anstatt zu greifen.
Warum ich nicht sprach.
Nur hier für uns leis‘ dacht.
Wenn ich sprach, dabei nicht lacht.

Du dummer, dummer Mensch
Glaubst,
anstatt zu lieben.
Glauben steht alleine da,
nur in Liebe zu Zweit wäre das Wunder wahr.


*Ich war sehr wütend, weil ich mich mit einem großen Missverständnis konfrontiert sah. Ich wünschte mir einfach häufiger, dass Menschen ihren Gefühlen vertrauen und weniger der Sprache oder dem Gehörten.

Paradoxe Intention


Wenn du glaubst dem Buch,
dann blätter mich nicht um!
Wenn du glaubst dem Kopf,
dann schneid‘ mir nicht die Haare!
Wenn du glaubst den Zungen, die reden so viel,
Dann geb mir nichts zu essen, zu rauchen, zu trinken kein Bier!

Wenn du nicht glaubst, was längst schon in dir schrie,
dann frag mich nicht nach hetero-homo oder bi!
Wenn du nicht hörst, was unser Grund dir sagt,
dann schneid‘ mich nicht, prüf nicht, wie viel ich mag!

Der Grund ist einsam, ganz still und tief,
doch du brauchst jeden und alles und viel?
Der Grund ist klar und schön und rot.
Ihn hochzuholen aus der Tiefe machte ihn tot.

(Dam)Als


Als ich dich bat,
mich zu halten, küssen, baden,
schautest du runter auf die Waden.
Als ich dich fragte,
ob du kommst – zum Essen, Sprechen, Lachen,
blieb ich allein,
kein zweites Bett zu machen.

Als ich erriet,
was du sagst, was du träumst, wer du bist,
wusste ich nicht, was ist Wahrheit, welcher Gedanke nur Mist.
Als ich erriet,
was du fühlst und wünschst, dass du laut weinst,
wollt ich zu dir, wissend in Angst,
dass ich missverstand,
was du einst meintest.

Als ich erfuhr,
was geschah, geschieht, schon längst so war,
konnt‘ ich nicht lächeln, unser Umgang mir klar.
Als ich erfuhr,
wer ich war und bin, nie werde,
fragt‘ ich mich weinend, wo ist mein Platz,
die eine Stelle auf der Erde.

Als ich dich fragte,
mich zu holen, mir zu helfen, mir zu sagen,
war ich nur die, um mich selbst auf mein Bett zu tragen.
Als ich dich fragte,
mich zu lieben, zu schützen und zu ehren,
schaut‘ ich auf Messer, Pistolen, den Lauf von Gewehren.

Der Präfix ver- und einmal ge-


Ich habe verlernt
- zu fragen, wie du heißt.
Ich habe verlernt
- zu folgen dem, was ich längst weiß.
Ich habe verlernt
- zu singen und zu schreiben.
Ich habe verlernt
- zu dir zu gehen, nicht daheim zu bleiben.

Ich habe vergessen
- das Lächeln, das ich in mir trug.
Ich habe vergessen
- was ich gelernt, bin fern ab von klug.
Ich habe vergessen
- was ich mochte, wofür ich ging.
Ich habe vergessen
- meine Sehnsucht nach einem gemeinsamen Ring.

Ich habe verloren
- das Vorgehen, so wie ich es kannte.
Ich habe verloren
- die Menschen, die Freunde, auch meine Verwandte.
Ich habe verloren
- Natur und Tier, die Unschuld der Blumen.
Ich habe verloren
- den Hunger auf Brot, auch den auf trockene Krumen.

Ich habe gegeben
- ohne zu fragen, wem und warum.
Ich habe gegeben
- konnt‘ eh nichts mehr tragen, war ja schon krumm.
Ich habe gegeben
- kein Wert, kein Sinn an Dingen sich hält.
Ich habe gegeben
- dem gehört, wem etwas bedeutet das Geld.

Ich habe verworfen
- was teuer und lieb da einst stand.
Ich habe verworfen
- was mich mit Raum und Zeit verband.
Ich habe verworfen
- wer ich war, jetzt bin, dann werde.
Ich habe verworfen
- meinen Glauben an das Stete, die Stadt – ach, die ganze Erde.

Ich habe vermisst
- dass du kommst, um einfach hier zu bleiben.
Ich habe vermisst
- dass sich unsere Hände ineinander warm reiben.
Ich habe vermisst
- dass du lachst und summst und sprichst.
Ich habe vermisst
- dass du mich umarmst, nicht mir das Rückgrat brichst.

Jungs


Schuld quält sich in deinen Augen,
Ich nehm‘ sie dir und kleb sie mir auf die Zungen.
Schuld legt sich schwer auf deine Schultern,
Ich stehl‘ sie dir, mach aus mir die zwei Jungen.

Die Jungen tanzen mit mir wie wild im Reigen.
Bin ganz außer Atem, versteck mich besser im Schweigen.
Die Jungen treten und schlagen, wenn du zu mir kommst.
Sie werden sorgen für mich, so dass du mich sicher nicht bekommst.

Die Jungen küssen lieber sie und zehren.
Sie machen’s schwer, dich als Mann zu begehren.
Die Jungen wollen ficken mit all der Hurerei.
Die Jungen mögen es still, ohne ihr hysterisches Geschrei.

Die Jungen werden einfach nehmen, was sie wollen.
Sie fragen nicht nach Haben, Dürfen, Sollen.
Die Jungen lieben mich von früh bis spät.
Sie hören bisher nicht auf mein Abschiedsgebet.

Die Jungen wollen lieben, prahlen, klingen.
Sie wollen mich behalten – nicht in die Ferne bringen.
Ich soll sie pflegen, hegen, ehren.
Sie werden mir sonst das Fürchten lehren.

Drum Freund, so bring‘ ihnen Lieben mit.
Drum Freund, so sei für diese da.
Drum Freund, erzähl ihnen, woran dein Leben so litt.
Drum Freund, das wäre für uns wunderbar.


*Eine wilde Auseinandersetzung mit inneren Anteilen, die ihr Unwesen treiben.

Krumme Menschen mag ich nicht


Steh‘ grad, mein Freund!
Dein Blick in die Fern‘
- nie auf meine Füße !

Steh‘ gerade, mein Freund!
Dein Aug‘ zeigt Dir den Weg.

Steh gerade, mein Freund!
Lass Deine Lippen sagen, was sie sehen.
Steh gerade, mein Freund!
Lass Deine Füße frei nach vorne gehen.

Steh‘ gerade, mein Freund!
Streck deinen Rücken,
auch mal deine Füße!
Steh gerade, mein Freund!
Erzähl mir von deiner Liebe,
beton mir bitte ihre Süße!

Steh gerade, mein Freund!
Lies dann aus meinem Lächeln, so weich.
Steh gerade, mein Freund!
Wir haben uns gefunden, nur das macht uns reich.

MAMA


Mama hat die Haare schön.
Mama leiht mir gerne ihren Fön.
Denn Mama will heute mit mir sein.
Mama lässt mich niemals mehr allein.

Mama hat sonnige Laune heute.
Mama kümmert sich gerne um viele Leute.
Mama misst nicht in groß und klein.
Für Mama sind alle Maße fein.

Mama mag Farben, so wie ich auch.
Mama stellt mir farbige Fragen in den Bauch.
Mama mag tanzen, schallen, lachen.
Mama will immer mit mir sein, immer über mich wachen.

Mama lacht, wenn ich von ihm erzähle.
Mama guckt, wenn ich seine Nummer wähle.
Mama ersetzt mir jede Freundin bald.
Mama lässt keines meiner Themen kalt.

Mama will riechen, schmecken, fühlen.
Mama will sich die Schläfen an meinen kühlen.
Mama kämmt mir die Haare hart.
Mama scheut auch nicht – lässt wachsen sich einen Bart.

Mama will kaufen mit mir Wäsche.
Mama will saufen mit mir bodenlose Becher.
Mama will reisen mit mir in die Ferne.
Mama hat mich unter allen noch immer ganz, ganz gerne.



*Nein, es geht nicht um meine Mutter ;) und auch um keine andere Mutter.

PAPA


Papa läuft still um mich herum.
Papa ist dabei jedoch nicht dumm.
Papa will heut‘ wieder mit mir spielen.
Doch Papa ist nur einer von sehr vielen.

Papa lacht für mich und weint.
Papa zieht sich an, wie’s mir gerad scheint.
Papa will heut viel mit mir besprechen.
Wenn ich nicht will, wird er sich später wohl rächen.

Papa holt auch gern die Peitsche raus.
Jagt mich damit heraus aus dem Haus.
Papa fährt mich im Auto ganz schnell.
Erzählt und fragt bis leider ist’s hell.

Papa erzählt Geschichten gern.
Papa kommt zu mir nach Haus oder mit in die Fern‘.
Papa erzählt mir dann von hier und dort.
Papa weiß schon längst, ich fahre Ford.

Papa ist schön, nur manchmal grimmig.
Papa sagt meist ja, ist selten unstimmig.
Papa kauft mir Kleider, Blumen und Pralinen.
Papa tanzt zu Swing, House und auch Mandolinen.

Papa liest von meinen Lippen, wie ich bin, wie’s mir scheint.
Papa weiß meist besser, was ich denk, was die Welt dazu meint.
Papa platzt vor Neugier, ganz leis‘ reißt der Ballon.
Papa sollt nun besser gehen - raus hier aus dem Damen-Salon!



*Nein, es geht nicht um meinen Vater ;) und auch um keinen anderen Vater.

Stiller Frieden


Die Liebe kehrt sich in mir um,
Du last, ich macht‘ mich für sie krumm.
Das war der Spiegel, der in mir brach,
Als du mich fragtest, dass ich ein „Ja“ dir sag.

Will mich nicht biegen, will nicht dein Brechen.
Will nicht die Schuld all dessen an dir rächen.
Will dich lieben, hier gerad von Aug‘ in Augen
Will dich lieben, ja, mit all dem Lippensaug.

Du bist schön – magst es nicht hören von mir.
Du bist schön – hörst nur eine wachsende Gier.
Kann dir nicht sagen, wenn du mir nicht glaubst.
Kann dir nicht geben, wenn du mir Vorab die Wahrheit raubst.

Halt mich fest in meinen Armen.
Seh‘ mich mit deines Herzens ganzem Erbarmen.
Unser Weg ist mein, unser Weg ist dein.
Unsere Schuld, unsere Last wär‘ durch Liebe endlich rein.

Only


There is no “only” in my mind
- no only go to the left or go to the right.
There’s no “only” in my mind
- no only to do something wrong or to do something right.

There is no “only” in my words
- no only I could use to say: Please stay.
There is no “only” in my words
- no only I would use to wish and pray.

There is no “only” in my eyes
- no only, so you could read and see.
There is no “only” in my eyes
- no only, so that you just should say: Yes, I agree.

There is no “only” in my moves
- no only that leads me up this specific road.
There is no “only” in my moves
- no only that lets me not thinking of what happens abroad.

There is no “only” in my simple, little world
- not only one thought, not only one dream.
There is no “only” in this simple, big, round world
- not only one truth, not only one reason to scream.

Only when I sit here: thinking, feeling, writing
- I see my own truth, but don’t understand,
.why.
I just sit here: thinking, feeling, only writing
- listening to your play, the play of anybody’s hand.



*The impact of music on writing.

Rotznase


Schlag mir nochmal ins Gesicht!
Meine Augen bluten weiß, weil Du sie riebst.
Schrei mir wieder und wieder in mein Ohr!
Denn sie kennen nicht den Weg,
Wollen nicht, dass Du Ihnen vergibst.

Wenn Du gegangen bist,
Wird mir die Nase brechen.
Rotz zieht vom Kopf bis runter in die Seele,
Luft quetscht sich sparsam durch diese eine Kehle.
Geh,
Lass mich hier meine Schuld an mir selber rächen.

Spür nicht mehr mein Leben an ihr, an ihm.
Spür nicht meine Liebe so fruchtbar und wahr.
Verloren ist, womit ich einst begann,
Genommen ist, wonach ich in meinem Leben einst sann.

Der Ort - ich kann ihn nicht mehr wählen.
Nicht hier, nicht dort - meine Schuhe würden fallen.
Mit mir - werd‘ mich in den Augen der anderen quälen.
Werde weiter schweigen, allerhöchstens mal zu leise lallen.

Denn Ihr missversteht, was ich sagte und was ich damals laut sang,
Kann Dir nicht sagen, was Du nicht weißt, wonach ich damals klug klang.
Denn Du fragst mich nicht,
Sagst mir nicht, wer Du bist, wen ich küss.
Du zeigst nur auf mich,
Doch dieser Reim ist falsch und ich bin sicher nicht süss.

Lies


The way I love is strong, my friend.
The way I touched you was written
By this strong heart,
That wishs to have been
Weaker,
This time.
.
Didn’t your mother told you, too:
Icarus once flew high, high up to the sun.
Fell, died
- Drowned in his dreams – no fun?
.
I believed and learned:
Not to dream,
Nor to fly high,
To land without a need to cry,
Sometimes, too, to use a lie.
.
The lies always turn to myself,
Grin, laugh, hit me hard.
Rain doesn’t wash my guilt,
This time,
I WANT to lie muddy in the yard.
.
In hope
To find two forgiving eyes,
That see, the way I dream is weak,
That know the lies before I do speak.

In hope
To find some trusty arms,
That teach me to fall without a fear,
That catch me before I shift into the fifth gear.

In hope
To find two tender lips,
That will kiss and tell and stay,
In hope
To find two tender lips,
That will understand the worlds different grey.

We did not


I didn't kiss you last night,
didn't like what you told,
didn't like to feel so sold,
didn't want to feel so controlled,
didn't like the same situation, so old,
didn't like you, wearing too much gold,
didn't like, you had a cold.

We didn't kiss last night.
That's fine to me and feels right.
Was not in the mood to take flight
- no reason to any fright.
I've been more in the mood to bite,
but didn't realize us as so tight.

Didn't want to be just lying polite.

Dear man, let's try to kiss some other night:
Sorry, but I prob just looked for a new reason to write.

Sonntag, 23. Mai 2010

Die Reise vom großen JA


Da gab’s einmal einen Pa’
Der fragte leis’ die Ma’
„Was hälts’ du von dem, na?“
Mama schluchzte jauchzend: „JA-JA!“

Und endlich war alles klar
Es brauchte nur noch zirka ein JAhr
Bis man sie endlich sah:
Denn geboren ward nun KatJA!

Sie musste erst wachsen und gedeihen
Dass alles konnt’ kommen nach des Glückes Reihen
Bis KatJA fand ihren Weg in die Ferne
Ging sie fleißig zur Schule, JA doch eigentlich ganz gerne.

Dann war die Zeit zur Flucht nach vorn
KatJA fühlte sich in Hamburg „newly born“
Sie reiste zwar hin, sie reiste her
Aber für ihre Rückkehr nach Hamburg gab es JA immer Gewähr.

Dort kreuzten sich nämlich zwei Wege bald
Zwei Körper, zwei Herzen blieben nicht kalt
KatJA traf ihren ChristiJAn
Und ChristiJAn schloss sich der KatJA an.

Rockend durch Tage, Nächte, Wochen, JAhre
Trugen beide lang und offen ihre Haare
Es gab wohl Tiefs und JA auch Hochs
Gesprochen wurd’ zwischen „un’“ und „ochs“
Gesprochen wurde zwischen „wa’“ und „nee“
Das „nee“ war aber so selten wie nen plattgetretener Zeh
Ein „JA“ klingt schöner – so hell und wahr
Denn das Geheimnis ist:
Nur aus 365 JAs wird nach und nach – JA richtig - ein JAhr.

Plus 365 ergibt ein ganzes JAhr mehr
Jeden Tag spürt man die Liebe ein bisschen oder gar sehr
Elf JAhre haben die Beiden nun so verbracht
Bis sie uns nun endlich die Nachricht gebracht.

KatJA und ChristiJAn sagten heut „JA“ vor Gott und uns als Zeugen
Vor diesem langen Weg mit Arbeit, Geduld und Liebe kann ich mich nur verbeugen
Haltet die Hand, lächelt euch zu, weint, wenn ihr wollt;
Küsst eure Münder, reist als ein „JAAAAAAAAAAAA“, so ist es gesollt.



*Ein Gedicht, was ich als Geschenk an zwei Freunde zu deren Hochzeit verfasst habe. Bei jedem JA sollten sich alle Paare der Hochzeitsgesellschaft küssen :)